Separate Deutschklassen? Stellungnahme des Netzwerks SprachenRechte zu Schulgesetzänderungen

Im Rahmen des Begutachtungsverfahrens hat das Netzwerk SprachenRechte eine Stellungnahme zu dem Gesetzesentwurf, mit dem das Schulorganisationsgesetz, das Schulunterrichtsgesetz und das Schulpflichtgesetz geändert werden (Deutschförderklassen und Deutschförderkurse) vorgelegt.

Das Netzwerk SprachenRechte warnt vor Segregation statt Integration vor durch das Einrichten der Deutschförderklassen, die zudem in der geplanten Form an den meisten Schulen organisatorisch gar nicht durchführbar sein dürften.

Das Netzwerk SprachenRechte fordert daher eine grundlegende Überarbeitung des Gesetzes auf folgenden Prämissen:

  1. Mehrsprachig aufwachsende Kinder haben das Recht, in einer Form unterrichtet zu werden, die ihnen ermöglicht, am Regelunterricht zu partizipieren, indem der Unterricht ihr gesamtes sprachliches Repertoire berücksichtigt.
  2. Die Schaffung von förderlichen Unterrichtsbedingungen in Klassen mit mehrsprachigen Kindern muss Gegenstand von Ausbildungen der Lehrkräfte sein.
  3. Die Beurteilungskriterien an Schulen müssen sich an mehrsprachigen Lernbiographien orientieren können.
  4. Die Schule muss durch die Förderung des gemeinsamen Lernens eine Haltung vorleben, die Kindern das Vorbild eines friedlichen Zusammenlebens sein kann.

Die Stellungnahme ist hier zur Gänze abrufbar!

Das Team von Frauen aus allen Ländern

One Response to “Separate Deutschklassen? Stellungnahme des Netzwerks SprachenRechte zu Schulgesetzänderungen”

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